Jigs mit Stahlkopf und Sollbruchstellen - zur Schonung von Umwelt und Geldbörse


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Veröffentlicht am 1. August 2018

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Willkommen auf meiner kleinen privaten Website!

Ich angle gerne mit Jigködern auf Zander in der Donau in Österreich. Mich beschäftigt schon lange, dass dabei durch die unvermeidbaren Hänger problematische Stoffe (Blei, PVC, PVC-Weichmacher aus denen die Jigköder bestehen) in die Gewässer eingebracht werden, die nicht in die Natur gehören. Ich habe Überlegungen angestellt, wie man die Umweltbelastung beim Jigangeln verringern könnte, ohne den Angelspass einzuschränken. In der Saison 2017 habe ich meine Ideen in konkrete Lösungen umgesetzt und diese auf Praxistauglichkeit getestet.

Meine Lösungsansätze:

1. Jigkopf aus ungiftigem Stahl statt Blei. Details siehe Jighaken

2. Lösbare Verbindung zwischen Jigkopf und -haken, die sich bei 3-5kg Zug löst, um bei einem Kopfhänger eine Chance zu haben, den Köder und die Montage zu retten. Details siehe Jighaken

3. Ersatz des Jighakens durch einen Einzelhaken-Stinger mit definierter Sollbruchstelle (z.B. durch 5kg-Stahlvorfach), um auch bei einem Hakenhänger eine Chance zu haben, den Köder und die Montage zu retten. Details siehe Jigsystem

Die Punkte 2 und 3 zielen darauf ab, die Materialverluste und damit die Umweltbelastung zu verringern. Vorraussetzung ist natürlich, dass Vorfach und Hauptschnur mehr als 5kg aushalten. Als Nebeneffekt ergibt sich dadurch auch eine Verringerung der Kosten. Weiters eine Erhöhung der effektiven Angelzeit am Wasser, weil nicht bei jedem Hänger die ganze Montage erneuert werden muss.

Ergänzung am 11. Mai 2019:
4. Ersatz des Gummifisches durch Schwarzmeer-Grundel,
weiters ist die lösbare Verbindung beim Kopf ohne Kleber realisiert. Dieses Grundel-System ist dadurch die ökologisch konsequenteste Lösung, da sie praktisch keine Umweltbelastung durch Blei und Plastik mehr erzeugt. Details siehe Grundel-Jigsystem

Detailbeschreibung der Lösungsansätze siehe Seite Ideen.

Ersatz des Bleis durch Stahl bei anderen Angelarten:
Auch bei anderen Angelarten wie Dropshot lässt sich das Blei durch Stahlgewichte ersetzen. Siehe Stahlgewichte.

Infos zu Unterschieden zwischen Blei- und Stahljigs siehe Seite Etwas Physik und mehr.

Aktuelles zum Thema Stahljigs siehe Seite News. Der 'Blinker' hat in der Juni-Ausgabe 2019 einen Artikel über meine Stahljigs veröffentlicht.

Umsetzung:
Da es keine fertigen Produkte zu kaufen gab, die meinen Vorstellungen entsprachen, begann ich zu tüfteln, um entsprechende Köder herzustellen. Nach und nach konnte ich die Ideen in praktikable Lösungen umsetzen und in vielen Praxistests verbessern.

Ergebnis:
Die Mühen haben sich gelohnt und was das Wichtigste aus Anglersicht ist: Ich konnte damit genauso Zander fangen wie mit Blei-Jigköpfen; wie z.B. diesen 65er:


65cm-"Stahl"-Zander, gefangen mit 10cm-Gummifisch und 12g-Stahlkopf

Erkenntnisse:
Meine Haupterkenntis nach 2 Saisonen und dem Fang von inzwischen über 50 Zandern, etlichen Barschen, Hechten, Bachforellen und Aiteln (Döbeln) ist, dass das umstrittene Blei zum erfolgreichen Jig-Angeln gar nicht nötig ist. Stahl funktioniert auch. Auf jeden Fall in der (meist trüben) Donau und bei den von mir am meisten verwendeten Gewichten von 7 bis 15g.

Eine weitere Erkenntnis ist, dass man durch den Einbau von Sollbruchstellen bei Jigködern Materialverluste und damit auch Kosten verringern kann. Durch den Einsatz der Sollbruchstellen besteht keine erhöhte Gefahr, einen Fisch im Drill zu verlieren. Damit die Sollbruchstellen als solche wirken, ist aber natürlich eine richtige Abstimmung des Gerätes erforderlich.

Ziel dieser Website:
Mit dieser Website möchte ich meine Ideen, Lösungsansätze und Erfahrungen interessierten Anglern zur Verfügung stellen, in der Hoffnung, einen Beitrag zur Verringerung der Umweltbelastung durchs Jigangeln zu leisten.
Sollte eine Firma meine Ideen verwenden wollen, ersuche ich um vorherige Kontaktaufnahme per eMail.

Wir gehen doch auch deswegen angeln, weil wir uns in einer intakten Natur vom Alltagsstress erholen wollen. Warum sollten wir die Natur unnötig belasten, wenn es praktikable, umweltschonendere Alternativen gibt, die zudem nicht teurer sind?

Über Rückmeldungen bzgl. eigener Ideen, Verbesserungen und Fangerfolgen mit Stahl-Jigköpfen würde ich mich sehr freuen. Kontaktmöglichkeiten siehe Impressum.

Petri Heil
Erich